| Zum Gestaltbegriff: | ||
| Die Umwelt wird von Menschen optimal und ordnend wahrgenommen, Wahrnehmung erscheint als strukturierende Tätigkeit. |
Dieses Strukturieren entwickelte sich in der Evolution offensichtlich zu einem ganzheitlichen Wahrnehmen in Gestalten, welche von Gestaltern berücksichtigt und genutzt werden. |
Strukturierendes Wahrnehmen muss in Gestaltungen "bedient" werden - zu einfache Gestaltungen wirken weder motivierend noch wecken sie Aufmerksamkeit oder Neugier, … |
| Unter einer Gestalt wird ein Gefüge verstanden, das sich durch die Qualitäten Übersummativität und Transponierbarkeit auszeichnet - die sg. Ehrenfelsqualitäten: |
Übersummativität: Durch die Beziehungen der Elemente untereinander entstehen neue Qualitäten (Emergenz, besser: Fulguration), die den Elementen nicht eigen sind. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (nach Aristoteles). |
Transponierbarkeit: Die Beziehungen der Elemente untereinander bleiben unter gewissen ganzheitlichen Veränderungen erhalten, wie die Töne in einer Melodie bei verschiedenen Tonarten. |
| Eine Gestalt entsteht, wird beobachtet oder kann erzielt werden entsprechend den Gestaltgesetzen. | ||