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Vademecum \ Seminarfach \ Gehirngerecht arbeiten \

Vernetzt denken

Gehirnzellen sind in sich abgeschlossene Gebilde und stehen untereinander in Stoff- bzw. Energiewechsel. Von jeder Zelle aus verlaufen viele Nervenbahnen, so dass sich Gedanken nicht hintereinander, sondern radial in einem Netz entfalten.

Reize von außen veranlassen die Gehirnzellen Botenstoffe auszustoßen. Deren Auftreffen auf andere Zellen ist wieder ein Reiz. Dabei vergeht eine gewisse Zeit, die bei Wiederholungen immer kürzer wird - die Nervenbahnen werden zu ausgetrenen „Trampelpfaden“ − weit verzweigt, damit Gedanken

   ·schnell vorankommen,
   ·sich untereinander treffen und
   ·bei „Bekanntem“ hängenbleiben.

Gedanken vervielfältigen sich nicht durch Verdopplung, sondern in Variationen. Dadurch und durch die radiale Entfaltung werden neue Verbindungen und damit Phantasie, schnelles Erfassen und Assoziieren möglich.

Gehirngerecht arbeiten:

vernetzt und ganzheitlich

CC BY-SA 2.1

Ganzheitlich denken

bedeutet das Zusammenwirken vieler Sinne und Eingangskanäle. Einprägen, schnelles Erfassen oder gezieltes Zuhören werden dadurch gefördert.

Weiter ist das Gehirn nicht nur optisch geteilt, die Gehirnhälften funktionieren auch arbeitsteilig. Während die linke Hälfte mehr für das Logisch-Sprachliche zuständig ist, speichert die Rechte vorrangig das Anschaulich-Emotionale.

Die Leistung des Gehirns hängt entscheidend davon ab, inwieweit beide Gehirnhälften gemeinsam angesprochen werden. Einprägen und Verarbeiten sollte so gestaltet werden, dass Denken und Tun verbunden werden – Zeichnen, Kritzeln oder Musik hören regen Erinnern oder Erfinden an. Die Gehirnhälften aktivieren sich gegenseitig.